Das war Lyon

Diskussion am Messestand

Der diesjährige ITS Europa-Kongress fand in Lyon unter dem Motto "Intelligent mobility - ITS for sustainable transport of persons and goods in urban regions" statt. Lyon ist die Hauptstadt der größten französischen Region, der Rhône-Alpes, und der zweitgrößte Ballungsraum Frankreichs. Die Stadt liegt am Zusammenfluss von Rhône und Saône und beeindruckt ihre BesucherInnen mit einem gelungenen Zusammenspiel aus historischer und moderner Architektur. Alt trifft Neu spiegelt sich auch im Verkehrsbild wider: futuristisch anmutenden Straßenbahnen bilden einen eindrucksvollen Kontrast zu den traditionellen Booten auf der Rhône.

Für eine Hightech-Veranstaltung wie den ITS Europa-Kongress bot das moderne und funktionale Kongressgelände "Cité Internationale de Lyon" den perfekten Rahmen. Der ITS Vienna 2012-Stand war Treffpunkt für Wirtschaft, Forschung und Politik. Auch Journalisten aus Österreich waren angereist. Bei einem Runden Tisch befragten sie die Fachleute, welchen Nutzen Intelligente Verkehrssysteme für private wie kommerzielle AnwenderInnen haben.

Am Gemeinschaftsstand beantwortete das ITS Vienna 2012-Team alle Fragen zum Kongress, der 2012 in Wien stattfinden wird. Gastgeber bmvit, ITS Vienna Region, Asfinag und AustriaTech präsentierten ausgewählte Projekte. Die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt zeigte ein autonomes Auto, das den BesucherInnen "folgte" sowie Echtzeit-Simulationen für die Kategorisierung von Fahrzeugtypen. Kooperationspartner Swarco schickte Twiggy, ein extraschlankes LED-Wechselverkehrszeichen. Dieses vollfarbige und freiprogrammierbare Präsentationsobjekt erfüllt die höchsten lichttechnischen Anforderungen im Straßenverkehr, obwohl die Technik in einen einfachen Flachbildschirm passt. Tiefstehende Sonne gab es am Messestand der ITS Vienna nicht, dafür beste Stimmung bei der abendlichen Party der Österreicher. Nur so viel: Europa war praktisch vollständig vertreten.

Einer der Höhepunkte war die Gala am Mittwochabend. Die TeilnehmerInnen hatten die Möglichkeit, sich auf hochmodernen Fahrsimulatoren diverser Rennkategorien zu versuchen. Das Herren-Team der ITS Vienna 2012 trat geschlossen in der Kategorie Offroad an und "besiegte" nach nur fünfminütigem Rennen die Technik. Was im Klartext hieß, dass nichts mehr ging und die gesamte Mannschaft den Rest der Zeit wartend in ihren Autos saß. Nachdem die verzweifelte Fahrsimulatoren-Crew ihre Serverfarm wieder hochgefahren hatte, gab es wider Erwarten einen Sieg für Österreich: AustriaTech-Geschäftsführer Martin Russ gewann in der Kategorie Offroad mit einer Bestzeit von 106 km/h. Wir gratulieren.

 

 

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