Elektro-Autos haben Zukunft

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50 Prozent der befragten ÖsterreicherInnen ziehen es in Erwägung, in den nächsten drei bis fünf Jahren ein Elektro-Auto zu erwerben. Zu diesem Ergebnis kamen Karmasin Motivforschung und Prolytic. Sie haben gemeinsam das Marktpotenzial für Elektro-Autos in Österreich beleuchtetet. Die Studie zeigt deutlich, dass der überraschend hohen Akzeptanz seitens der Befragten ein deutliches Informationsdefizit bezüglich Infrastruktur und Angebot gegenübersteht. Die Studie ist im Jänner 2010 durchgeführt worden. 614 ÖsterreicherInnen haben daran teilgenommen.
Als Grundvoraussetzungen für den Erwerb eines Elektro-Autos werden öffentliche Förderungen und der Ausbau des Tankstellennetzes angeführt. 88 Prozent der StudienteilnehmerInnen geben an, dass bei vorhandener Förderung ihre Entscheidung eher positiv ausfallen würde. Ein Kombipaket aus Elektro-Autos mit Vergünstigungen bei öffentlichen Verkehrsmitteln könnte die Akzeptanz weiter fördern.
Vier große Marktsegmente
Prolytic und Karmasin Motivforschung teilen den Markt in vier große Segmente: eOptimisten, eEffiziente, eRealisten und ePessimisten. Die eOptimisten nehmen 22 Prozent des Marktes ein. Diese Gruppe wird vorwiegend von den Jüngeren (bis 29 Jahre) dominiert. Sie fahren kaum mehr als 80 Kilometer im Stück mit einer durchschnittlichen Kilometeranzahl von 10.000 km pro Jahr.
Die eEffizienten machen 23 Prozent des Marktes aus. Frauen besetzen dieses Segment mit 58 Prozent und hier ist die Gruppe mittleren Alters (35 bis 50 Jahre) zu finden. Das Interesse am Erwerb eines Elektro-Autos ist besonders hoch und sie würden etwa 16.800 € ausgeben. Die eRealisten (26 Prozent des Marktes) verfügen über sehr viel Wissen über das Thema und würden ungefähr gleich viel in ein Elektro-Auto investieren. Für diese Gruppe sind Verbrauch und Preis beim Automobilerwerb von zentraler Bedeutung. Männer im Alter von 55 Jahren und mehr dominieren die Sparte der ePessimisten (29 Prozent des Marktes). Beim Automobilkauf achten sie vor allem auf PS, Beschleunigung, Reichweite und Ausstattung.
Fazit der E-Mobility-Studie
Elektro-Autos sind zurzeit eine Marktnische. Frauen und Umweltbewusste stehen diesem Zukunftsmodell positiver gegenüber als Männer. Sophie Karmasin zufolge braucht es viel Information bezüglich Infrastruktur und Angebot, um der E-Mobility auf die Sprünge zu helfen. Überrascht zeigt sie sich, dass das Potenzial trotz geringer Kommunikation so groß ist.
Info: Interessierte können die Studie und den sogenannten ProDeli Marktnavigator, der auf dieser Online-Befragung basiert, bei Prolytic beziehen.


