VCÖ-Mobilitätspreis an ABC Consulting

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Der diesjährige VCÖ-Mobilitätspreis Wien geht an den Geschäftsführer von ABC Consulting, DI Alexander Chloupek. Sein Team entwickelte in Kooperation mit dem Austrian Institute for Technology, ITS Vienna, IG Fahrrad und Faktum das innovative Radrouten-Projekt "Com-oVer".
Eine der wichtigsten Voraussetzungen für einen Umstieg auf das Fahrrad ist eine gute Infrastruktur zum Radfahren. Welche Routen sind prioritär auszubauen? Wo besteht von Seiten der WienerInnen der Bedarf nach verbesserter Radfahrinfrastuktur? Diese Fragen sind mit Hilfe des Projektes "Com-oVer" leichter zu beantworten. Wer häufig mit dem Rad fährt, sammelt Erfahrungen, die auch für die anderen RadfahrerInnen nützlich sind. "Com-oVer" sammelt diese Erfahrungen und stellt sie den anderen NutzerInnen zur Verfügung. Zudem können identifizierte Problemstellen und Verbesserungsvorschläge an die zuständigen Stellen gemeldet werden. Das Projekt "Com-oVer" wurde Anfang 2011 gestartet. In einer ersten Phase des Projekts wurden Fokusgruppen gebildet, die sich aus den verschiedenen Gruppen von RadfahrerInnen (Vielfahrer, Freizeitradfahrer, sicherheitsbetonte Radfahrer, wenig Routinierte) zusammensetzten. Aufbauend auf den Ergebnissen der Fokusgruppen wurde das technische System entwickelt. Mittels Smartphone App werden die Routen der teilnehmenden RadfahrerInnen erfasst. Das App wird ein realitätsnaher Routenplaner sein, der sich aus den Radfahrrouten der teilnehmenden RadfahrerInnen nährt. Alle gesammelten Daten werden in einer Datenbank gespeichert. Aus dieser Datenbank werden Floating Bike Data, also zu erwartende Reisezeiten pro Nutzergruppe, Uhrzeit und Straßenzug berechnet. Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, ÖBB-Postbus und VCÖ überreichten den VCÖ-Mobilitätspreis Wien an den Gewinner, DI Alexander Chloupek.
Der VCÖ-Mobilitätspreis ist der größte Wettbewerb für nachhaltige Mobilität und effizienten Transport in Wien und wird in Kooperation mit der Stadt Wien und dem ÖBB-Postbus durchgeführt. Der Mobilitätspreis Wien wird auch vom Verkehrsverbund Ost-Region (VOR), den Wiener Linien und der GESIBA unterstützt. 74 Projekte wurden heuer beim VCÖ-Mobilitätspreis eingereicht, so viele wie in keinem anderen Bundesland.
„Öffis“-Nutzung in Wien steigern
69 Prozent der Alltagswege werden derzeit in Wien mit Öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß und per Fahrrad zurückgelegt. Die Stadt Wien möchte diesen Anteil auf 78 Prozent erhöhen. "Dieses Ziel ist aus mehreren Gründen wichtig: Erstens sind die Klimaschutzziele ohne Zunahme der umweltfreundlichen Mobilität nicht erreichbar. Zweitens können wir die Abhängigkeit vom Erdöl nur dann deutlich verringern, wenn der Anteil des Pkw-Verkehrs zurückgeht. Und drittens verringert eine Zunahme von Gehen, Radfahren und Öffis die Mobilitätskosten für die Haushalte", stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer fest. Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou betont: "Der Schutz unseres Klimas ist die zentrale Herausforderung dieses Jahrhunderts, auch für Wien. Wir nehmen diese Verantwortung sehr ernst. Um in der Stadt wirksamen Klimaschutz voran zu treiben, ist eine weitere Ökologisierung unseres Verkehrssystems notwendig. Die Mobilität der Zukunft setzt auf öffentlichen Verkehr, auf Car Sharing, auf den Ausbau des Radanteils, auf ein fußgängerInnenfreundliches Wien. In diese Richtung müssen wir auch die Infrastruktur in Wien weiter entwickeln."
ÖBB-Postbus Regionalmanager Alois Ometzberger betont: "Ziel ist es die Mobilität noch klimafreundlicher zu gestalten. Um dieses Ziel zu erreichen, muss Neues und Innovatives entwickelt werden! Dieses Motto hat sich der diesjährige Sieger ABC Consulting als Basis genommen, und mit dem Projekt "Com-oVer" den Ausbau der Radfahrinfrastruktur vorangetrieben. Der Gedanke das Fahrrad mit dem Postbus zu verbinden, wird auch bei der ÖBB Postbus GmbH gelebt und mit den bis jetzt acht Radbussen in ganz Österreich umgesetzt. Auch für die ÖBB-Postbus GmbH sind Umweltbewusstsein und Klimaschutz wichtige Themen. Wir investieren viel in die Entwicklung neuer Technologien und Konzepte, um wirksame Maßnahmen zur Reduktion der Emissionswerte und der Schadstoffbelastung zu setzen können. Denn der Öffentliche Verkehr hilft der Umwelt".
Quelle: VCÖ-Mobilität mit Zukunft


