Coopers erfolgreich abgeschlossen

Zukünftiges Navigationssytem mit Warnungen
© Coopers

Das europäische Projekt Coopers basiert auf der Idee, sicherheitsrelevante Verkehrsinformationen direkt in die Navigationssysteme zu übermitteln. Voraussetzung dafür ist eine drahtlose Kommunikation zwischen Infrastruktur und Fahrzeug (auch Fahrzeug-zu-Infrastruktur-Kommunikation genannt). Warnhinweise wie Spurenwechsel, Geisterfahrer oder Unfall beziehen sich dabei ausschließlich auf den Straßenabschnitt, der vor einer gewählten Route liegt.  

Ziel des Coopers Projektes war es, die dafür nötige Technologie zu entwickeln und auf Autobahnen in Europa zu testen. Zum Einsatz kam die sogenannte Calm Platform, eine weltweite Neuheit des Grazer Hightech-Unternehmens Efkon. Das System bucht sich in das jeweils vorhandene drahtlose Kommunikationsnetz ein, überträgt die Daten über die straßenseitige Infrastruktur in eine Verkehrsleitzentrale und sendet sie an die Fahrzeuge.

Coopers startete im Februar 2006 und wurde nach 54 Monaten im Juli 2010 erfolgreich abgeschlossen. Die BMVIT-Tochter AustriaTech koordinierte das Projekt. Das Projekt-Budget belief sich auf EUR 16,8 Millionen bei einer Förderung von EUR 9,8 Millionen.

Tests in ganz Europa

Von November 2009 bis Juni 2010 wurden Teststrecken auf vier europäischen Autobahnen eingerichtet. Unter anderem hatte die Asfinag einen Teilabschnitt der Inntalautobahn mit intelligenter Infrastruktur ausgestattet. Zirka 200 FahrerInnen testeten die verbesserten Navigationsplattformen. Ihre Erfahrungen flossen in die Messdaten der TU Wien und internationaler ForschungspartnerInnen ein. Im Rahmen internationaler Verkehrs- und Telematikmessen, wie des ITS Weltkongresses 2009 in Stockholm und der Intertraffic 2010 in Amsterdam, hatten BesucherInnen zusätzlich die Möglichkeit, das Coopers-System live zu erleben.

Im Wesentlichen führten die Demo-Fahrten zu folgenden Ergebnissen:

  • Coopers funktioniert für alle technischen Elemente und übertrifft die Erwartungen der TestfahrerInnen.
  • Das System unterstützt bei der Einhaltung von Verkehrsregeln.
  • Es lenkt die FahrerIn nicht ab.
  • Die TestfahrerInnen akzeptieren das System.
  • Das System hat einen signifikant positiven Einfluss auf die Verkehrssicherheit.

Basierend auf den Ergebnissen dieses erfolgreichen Projektes wird es zum Themenfeld kooperative Systeme auch in Zukunft Forschungen und Projekte in der EU geben: sowohl im Bereich Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation als auch im Bereich Fahrzeug-zu-Infrastruktur-Kommunikation.

Information zu den einzelnen Ergebnissen unter www.coopers-ip.eu.