Kürzere Ladezeit für Elektroautos

Abbildung Ladesäule
© Siemens AG

Siemens führt eine Ladesäule in den europäischen Markt ein, die Elektroautos mit gängiger Batteriekapazität binnen einer Stunde laden kann. Gegenüber der vorherigen Serie wurde die Ladeleistung auf 22 Kilowatt verdoppelt, womit sich die Ladezeit halbiert.
Die Ladesäule "Charge CP700A" von Siemens kann Elektrofahrzeuge mit verschiedenen Leistungen laden. In der schnellsten Betriebsart wird das Fahrzeug dreiphasig mit Wechselspannung bei 32 Ampère Stromstärke versorgt und mit einer Leistung von 22 Kilowatt geladen. Aber auch das Laden mit 20 Ampère ist sowohl im Ein- als auch im Dreiphasenbetrieb möglich. Die Säule kommuniziert durch einen genormten Stecker mit dem Fahrzeug über das Ladekabel, um zu ermitteln, ob das Elektroauto das Aufladen mit dem maximalen oder nur mit einem reduzierten Ladestrom unterstützt. Für Fahrzeuge wie elektrisch angetriebene Zweiräder, die noch mittels Haushaltsstecker geladen werden, ist zudem das einphasige Laden mit maximal 3,7 Kilowatt vorgesehen.

Um das Aufladen so einfach wie normales Tanken zu machen, ist die Ladesäule mit einem Bildschirm ausgestattet, welcher den Benutzer durch den Ladevorgang leitet. Zudem signalisiert die Außenbeleuchtung schon von weitem, ob die Säule frei oder belegt ist. Für das Aufladen mit anschließender Abrechnung kann sich der Nutzer berührungslos mittels Funkchips unterschiedlicher RFID-Standards anmelden. Via Ethernet oder einem integrierbaren GSM/GPRS-Modem kann die Ladesäule zudem an eine Leitwarte angebunden werden, sie ist also bereits für Fernüberwachung und -wartung vorbereitet. Da das Ladeverhalten der Säule ferngesteuert werden kann, ist auch der Einsatz in einem Smart Grid möglich. Hierfür wird unter anderem eine dynamische Reduzierung des maximalen Ladestroms unterstützt.

Quelle: Siemens AG Österreich