Schwerpunkt Verkehrssicherheit

Seit einem Jahr ist das Verkehrssicherheitspaket von Verkehrsministerin Doris Bures in Kraft. Die aktuellen Zahlen der Unfallstatistik der ersten fünf Monate des Jahres 2010 (Jänner bis Mai) zeigen bereits einen erfreulichen Rückgang bei den Straßenverkehrsunfällen, den Verletzen sowie den Getöteten. Laut Statistik Austria sind die Unfälle im Vergleich zum Vorjahr von 12.075 auf 11.006 zurückgegangen. Auch die Zahl der Verletzten reduzierte sich von 15.883 im Jahr 2009 auf 14.419. Bei den Verkehrsunfällen mit Getöteten im ersten Halbjahr konnte ein Rückgang von 14,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht werden. Im längerfristigen Vergleich ist das das bisher absolut niedrigste Zwischenergebnis seit Bestehen der amtlichen Statistik im Jahr 1961. Verkehrsministerin Doris Bures zeigt sich erfreut über diese positive Entwicklung: „Das Bündel an Maßnahmen, das wir im letzten Jahr umgesetzt haben, gemeinsam mit Bewusstseinsbildung und verstärkten Kontrollen durch die Polizei zeigt Wirkung. Ich werde den eingeschlagenen Weg für mehr Sicherheit auf unseren Straßen weiter fortsetzen.“
Positiv beurteilt Ministerin Bures auch den Rückgang beim Unfallgeschehen mit alkoholisierten Beteiligten. Die Anzahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss konnte im Zeitraum von Jänner bis Mai 2010 auf 737 verringert werden. Im Vergleichszeitraum 2009 waren es noch 835. Das ist der stärkste Rückgang bei Alkoholunfällen seit den vergangen zehn Jahren. Und auch bei den Verletzten durch Alkoholunfälle sind erfreuliche minus 15 Prozent zu verzeichnen. In einer Stellungnahme meint Ministerin Bures: „Wir haben mit dem Verkehrssicherheitspaket wichtige Schritte für mehr Sicherheit auf unseren Straßen gesetzt, die auch einen positiven Trend erkennen lassen. Wir haben klar gemacht, dass Alkohol am Steuer kein Kavaliersdelikt ist. Jetzt geht es darum verstärkt aufzuzeigen, dass die Hauptunfallursache, das Rasen, viel menschliches Leid verursacht. Mit Verbesserungen im Vormerkssystem, quasi einer gelben Karte für weit überhöhte Geschwindigkeit zusätzlich zu den erhöhten Strafen, könnte ein nächster wirksamer Schritt gesetzt werden. Ich werde hier weiter Überzeugungsarbeit bei den Skeptikern leisten.“ Ein entsprechender Gesetzesentwurf von den Experten des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV), der bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 40 bis 50 Kilometer pro Stunde außerorts eine Vormerkung vorsieht, liegt bereits auf dem Tisch und wird mit dem Koalitionspartner verhandelt.
Weniger Unfälle mit Kindern und MopedlenkerInnen
Auch beim Unfallgeschehen mit Kindern zeigt sich eine positive Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr: Die Unfälle reduzierten sich um 10,1 Prozent (2010: 878; 2009: 977), die Verletzten um 11,0 Prozent (2010: 968; 2009: 1.088) die Getöteten um 50 Prozent (2010: 4; 2009: 8).
Mehr Fahrpraxis im Straßenverkehr soll auch die Anzahl an verunglückten MopedlenkerInnen in Zukunft verringern. Seit 1. September 2009 gilt die neue Ausbildungsform und ihre Wirksamkeit hat sich bereits bestätigt. Die Anzahl der Unfälle hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 16,5 Prozent verringert (2010: 1.043; 2009: 1.249). Die Anzahl an verletzten MopedlenkerInnen fiel im Jahresvergleich von 1.354 auf 1.109 und die Anzahl der Getöteten von sieben auf vier Personen.
Bures möchte diesen positiven Trend fortsetzen und appeliert. "Jeder Einzelne kann seinen Teil dazu beitragen, dass auf Österreichs Straßen nicht das Recht des Stärkeren gilt, sondern ein intelligentes Miteinander und Rücksichtnahme auf die Schwächeren. Wir alle können unseren Beitrag leisten, jeden Tag." Die Verkehrsministerin hofft, dass sich dieser positive Trend weiter festigt und Österreich bei der Verkehrssicherheit auch im internationalen Vergleich weiter aufholt. Seit ihrem Amtantritt hat Ministerin Bures viel getan, um die Sicherheit auf Österreichs Straßen zu erhöhen.
Maßnahmen zur Verkehrssicherheit im Überblick:
- Verkehrssicherheitspaket mit höheren Strafen und längerer Führerscheinentzugsdauer für Raser und Alkolenker sowie einheitliche Strafen auf Autobahnen
- Große Bewusstseinskampagne gegen Alkohol am Steuer
- Einführung eines Verkehrscoachings schon beim ersten Alkoholdelikt mit 0,8 Promille
- Verbesserte Mopedausbildung: Vereinheitlichung der Mopedausbildung und mehr Praxisstunden im Verkehr
- Fokus Motorrad-Bremstechnik: ein neuer Schwerpunkt in der Mopedausbildung ist es, die richtige Bremstechnik zu erlernen
- Für Eltern die gegen die Kindersicherungspflicht verstoßen gibt es Weiterbildungsseminare
Quelle: BMVIT, Bundesanstalt Statistik Austria


